Donnerstag, 16. August 2007
Schwarz auf Weiss 2 - Das Ende
Halt, Halt nicht die Taschentücher auspacken, ich bin noch lange nicht soweit aufzustecken & Ruhe zu geben.

Ich mußte nur gerade immer wieder an das Thema Ende von Büchern bzw. Comics denken ( bedingt durch Harry Potter 7 & den Story Arc Friendly Fire in DMZ ).
Den vielleicht besten Erklärungsversuch, wieso das Ende einer Geschichte fast immer so unbefriedigend wirkt, hab ich in Stephen Kings Meisterwerk "Der dunkle Turm" gelesen und ich bin hier mal so frei den Meister der Wortschmiedekunst zu zitieren:

...Ich hoffe, dass die meisten von euch es besser wissen. Besser wollen. Ich hoffe dass ihr gekommen seid, um die Geschichte zu hören - nicht nur, um euch durch die Seiten bis zum Ende vorzuarbeiten. Wer ein Ende will, braucht nur die letzte Seite aufzuschlagen und lesen, was dort geschrieben steht. Aber Enden sind herzlos. Ein Ende ist eine geschlossene Tür, die kein Mensch ( oder Manni ) öffnen kann. Ich habe viele geschrieben, aber die meisten nur aus dem Grund, aus dem ich morgens eine Hose anziehe, bevor ich das Schlafzimmer verlasse - weil es hierzulande Sitte ist.
...(wird aus dem Schluß des Buches zitiert, lass ich hier mal besser weg.)...
Solltet ihr weiterlesen, werdet ihr bestimmt enttäuscht, vielleicht sogar untröstlich sein. Ich habe noch einen Schlüssel an meinen Gürtel hängen, aber der sperrt nur die letzte Tür auf, die mit den Symbolen (kann ich auf die Schnelle nicht wiedergeben, reiche ich aber später noch nach). Was dahinter liegt, verbessert euer Liebesleben nicht, lässt auf der kahlen Stelle am Hinterkopf kein neues Haar wachsen und verlängert eure Lebenserwartung nicht um fünf Jahre. Ein Happyend gibt es nicht. Ich habe nie eines erlebt, das ein Gegenstück zu "Es war einmal" sein könnte.
Enden sind herzlos.
Ende ist nur ein anderes Wort für Lebewohl.

(zitiert aus Stephen King - Der Turm / Der Dunkle Turm 7)

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