Donnerstag, 30. August 2007
Zwischen den Welten 16 - 1 Monat 50 Beiträge
Ja ihr habt richtig gelesen, zwischen den Welten feiert doppeltes Jubiläum.
Applaus, Applaus!!!

Meine Fresse kneif mich mal jemand

AU!!

Ok bin wach
hätte aber niemals gedacht, dass ich innerhalb eines Monats soviel schreiben würde, auch wenn davon ca. 50-70% Mist war.

War schon froh, wo ich festgestellt hatte, dass ich die 10er Marke geschafft habe und rechnete mit 25 Beiträgen nach einen Monat.

Nun gut so sei es nun mal so wie es ist.

Aber die 100er Marke wird vermutlich nicht ganz so schnell fallen, die 50er konnte auch nur deswegen fallen, weil ich in dieser Woche einfach Glück mit dem Internet hatte, wird nicht so schnell wieder vorkommen.

Lade euch trotzdem weiterhin dazu ein, zwischen den Welten zu lesen und vielleicht auch zu genießen (so wie man frische Landluft "genießt" ;-) ).

Zum Abschluß noch ein fettes Extra:

wallpaper 13 (jpg, 145 KB)

so das wars dann von mir soweit,

bis densen

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on the radio 10 fiva mc - klarsicht
Fiva MC & DJ Radrum - Klarsicht (aus dem Album Kopfhörer - "schöner ruhiger Track über die Lebenswirklichkeit in deutschen Großstädten ohne das ganze Gangsta-Gehabe angeblicher Durchchecka , erzählt vom Fensterbrett den Lauf eines Tages." Albumbesprechung: on the radio 1)

Ich sitz am Fensterplatz in erster Reihe rotes Haus im vierten Stock/
mit Frühstück Müsli schwarzem Tee und meinem Block/
im Nachbarhaus das Lounge Büro der Werbeagentur/
voll kreativer Milchkaffees mit Keks als Garnitur/
Gelfrisur hält Haltung bei der Hektik hier am Puls der Zeit/
Praktikanten produzieren unbezahlt die Wirklichkeit/
riecht Erfolg! Image macht aus Scheiße Gold/
was Kunde will das wird gewollt was man schreibt erzieht das Volk/
das zwei Etagen tiefer diskutiert im kleinen Pub/
der außer Bier und Schnaps noch liefert was man halt zu Haus nicht hat/
hier findet der Austausch statt zur nationalen Lage/
hier bildet sich Meinung auf Bierdeckeln und starker Fahne/
während nebenan zwei Fenster auf zwei Zimmer Einblick geben/
in denen Eltern & vier Kinder schon seit Jahren leben/
neben Kochtöpfen und Hausaufgaben macht das Fernsehen das Programm/
und programmiert die Wünsche die man sich nie leisten kann

Selbst wenn ich nicht mehr seh als ihr/
erzählen euch die Fenster von dem was passiert/
erzählen euch die Fenster von dem was mal wird/
und es ist wichtig einen Blick zu werfen seinen Blick zu schärfen/
selbst wenn ich nicht mehr seh als ihr/
erzählen euch die Fenster von dem was passiert/
und es ist an uns was später draus wird/
und es lohnt sich einen Blick zu werfen seinen Blick zu schärfen

In meiner Straße hat jetzt bald der sechste Handyshop offen/
hat dann zwei Wochen auf und danach wieder geschlossen/
das Schaufenster mit Packpapier verdeckt den Blick auf Existenzen/
die nicht von Preisen profitieren sondern von Menschen/
die sind beschäftigt mit fressen kämpfen mit den Konsequenzen/
suchen sich im Kaffeesatz und Capoeira Tänzen/
ich seh sie durch Scheiben glänzen Schweißperlen im Fitnessraum/
das Land braucht starke Männer und die Männer fitte Frauen/
Schaufenster ein Albtraum für's Figurproblem/
Supermärkte Rechenzentren um Kalorien zu zählen/
jede Auslage wird Einlage direkt ins Fettdepot/
und wenn ich öfter "nein" sage wächst dann mein Fett nicht so/
den ganzen dreck ins klo und dann ins Wartezimmer/
zum Arzt bevor die Zeichen sich verschlimmern/
hinterm Glas sieht man Patienten wimmern ohne Grund und Disziplin/
Schmerzen fügen sie sich zu den Rest macht dann die Medizin

Selbst wenn ich nicht mehr seh als ihr/
erzählen euch die Fenster von dem was passiert/
erzählen euch die Fenster von dem was mal wird/
und es ist wichtig einen Blick zu werfen seinen Blick zu schärfen/
selbst wenn ich nicht mehr seh als ihr/
erzählen euch die Fenster von dem was passiert/
und es ist an uns was später draus wird/
und es lohnt sich einen Blick zu werfen seinen Blick zu schärfen
-cuts-
ich kenn meine Umgebung und seh sie jeden Tag/
seh die Leute die Menschen ihre Gesichter

Es dämmert und die Sonne sinkt über dem Lichtermeer/
und hinter Windschutzscheiben quält sich müde Hunger durch den Schichtverkehr/
die Läden zu mit denen man die Sicht verwehrt/
ich hab genug geseh'n für heut jetzt wird es Zeit für Schriftverkehr/
genug für tausend Bücher Stoff vom Fensterbrett/
an einem Tag der so normal ist wie Schnee im März und Gangsterrap/
wie fragen nach dem Wetter und "was geht denn im Container ab?"/
ja mach doch mal die Augen auf ich leb in ner Containerstadt/
nenn mich naiv weil ich noch glaub was Kinder glauben/
um das Leben zu verstehen brauch ich ein Fenster und zwei Augen/
man sitzt am Schreibtisch voll Papier ohne den Blick nach außen/
und läßt die Politik von der Statistik taufen/
während man das Schicksal vieler Menschen nur in Zahlen misst/
erzählen Fenster dir vom Leben wie es wirklich ist/
wer wissen will warum und wie schaut zu und fragt nicht/
man muss doch kein Prophet sein für das bisschen Klarsicht

Selbst wenn ich nicht mehr seh als ihr/
erzählen euch die Fenster von dem was passiert/
erzählen euch die Fenster von dem was mal wird/
und es ist wichtig einen Blick zu werfen seinen Blick zu schärfen/
selbst wenn ich nicht mehr seh als ihr/
erzählen euch die Fenster von dem was passiert/
und es ist an uns was später draus wird/
und es lohnt sich einen Blick zu werfen seinen Blick zu schärfen
-cuts-
ich kenn meine Umgebung und seh sie jeden Tag/
seh die Leute die Menschen ihre Gesichter

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