Montag, 31. März 2008
Zwischen den Welten 32 - Abschied nehmen tut weh, verdammt weh
Heute letzter Arbeitstag an der Rezeption

ausnahmsweise mal nicht chaotisch

von allen verabschiedet (jedenfalls von denen beim Bächle)

und morgen dann neue Arbeit, neue Kollegen, neue Bewohner.

Alles neu macht der...

April ?!?

irgendwie fühl ich mich scheiße

nicht wegen der Uni

sondern wegen der Rezeption, da hat ich mal einen Job der mir wirklich Spaß gemacht hat

zum größten Teil auch nette Kollegen

und manchmal sogar recht nette Bewohner

und jetzt???

"Man weiß nie wie die Zukunft aussieht, wenn man sie nicht gesehen hat"

das ist doch ein echt irrer philosophischer Dreisatz oder?

hoffe dass morgen alles klappt, wenn ja erfahrt ihr das in der nächsten Folge von ZdW

bye, bye

chaggy

... link (0 Kommentare)   ... comment


Zwischen den Welten 31 – Alles bleibt anders
Herzlich willkommen in der Großbaustelle Leben

Wie, wo oder wann diese Baustelle ihr Ende finden wird ist nicht bekannt.

Grins

Das klingt doch mal herrlich philosophisch, oder?

Aber jetzt mal ganz im Ernst, das Leben (jedenfalls bei mir) verändert sich laufend, getreu dem Motto „Alles bleibt anders“, es gibt Um- & Einbrüche, kleinere, mittlere & große Katastrophen in negativer Hinsicht, wenn man die Dinge positiv zu benennen hätte, könnte man aber auch sagen, dass sich über ein gutes Fundament und ein gewisses Grundgerüst auch etwas wachsen kann.

Gut das Leben ist eine Großbaustelle (im Sinne z.B. früherer Kirchenbauten die sich über längere Zeit hingezogen haben und wo es immer wieder Verzögerungen, Umbauten usw. gegeben hat)
|
|
|
Und dieser Blog ist es (vorerst) einmal auch

Warum?

Weit Aushol

Nun ja, also im „Haus meines Lebens“ hat es schon seit einiger Zeit einige Risse gegeben.

Vor einigen Wochen kam es zu einem Erdbeben, dass dazu geführt hat, dass dieser angegriffene Teil des Hauses zusammengebrochen ist.

Wobei

Dass ich mich in letzter Zeit (ab Dezember) nicht mehr so häufig zu Wort gemeldet habe, hatte mit einen ganz anderen Teil des Hauses zu tun, der plötzlich und überraschender Weise abgerissen wurde.

Verwirrt?

Ok Klartext

Seit Mitte Dezember hatte ich keinen regelmäßigen wöchentlichen Internetzugang mehr, mir ist das (nach einer Weile) so auf den Keks gegangen, dass selbst wenn ich schon mal rein konnte, keine große Lust drauf hatte, etwas zu schreiben.

OK

Mangelnde Internetpräsenz der Monate Dezember, Januar & Februar ist damit geklärt.

Kommen wir also nun zurück zum Erdbeben

Dieses ereignete sich Anfang März

Ich flog zuerst von der Uni (was absehbar war) und gleich darauf auch noch von zu Hause raus (was nicht ganz so absehbar war) raus.

Cataclysm!!!

rauchen

Kaffee trinken

telefonieren

Zeitung lesen

äh…

wo war ich stehengeblieben?

achso

Beim Erdbeben, was (wie gesagt) einen großen Teil meines „Lebenshauses“ zerstörte

RUUUMS!

Aber gerade in der Phase drehte sich das Rad des Schicksals nochmals und ich bekam eine Welle der Unterstützung, die es mir ermöglichte, mein Leben sozusagen neu zu starten.

Das heißt:

Erst einmal eine Arbeitstelle – als Pflegehelfer

Und Zweitens eine eigene Wohnung – Im Stuttgarter Westen

Zu 1.)

Gut, es wird hart werden

Ich muss jetzt einen neuen Beruf komplett erlernen, die Arbeitstechniken mir einprägen und von mir aus aktiv auf andere Leute zugehen.

Zwar hat sich durch meinen (Neben-)Job an der Rezeption im Laufe der Jahre meine früher doch etwas introvertierte Haltung gelockert, aber in der Pflege wird dann doch eine etwas

Hmm

Hmm

aktivere Kommunikation verlangt.
Ich bin aber guter Dinge, dass ich dies auch hinbekommen werde

Zu 2.)

Gut kommen wir nun zum positivsten Teil der Geschichte:

Ich wohne in Stuttgart!

Ups

Das wollte ich ja erst später schreiben

Nun gut

Und was wollte ich eigentlich davor schreiben???

STUTTGART!!!

Nein, Nein, Nein

Hmmm…

Ach So

Ich hab ne eigene Wohnung, ich hab ne eigene Wohnung

Ich glaube mit diesem Spruch bin ich meinen Mitmenschen in der letzten Woche doch ziemlich auf die Nerven gegangen.

Manchmal müssen die Menschen halt zu ihrem Glück gezwungen werden

So auch in diesem Fall

Gut, ich hab gern bei meinen Vater gewohnt

Aber

Es gab immer diese Streß- bzw. Konfliktsituationen (für ein Bsp. s.a. ZdW 18 ), die einem das Leben schwer machen konnten.

Außerdem bin ich schon Mitte 20 und irgendwann sollte man schon von zu Hause abnabeln (wobei bei mir dieser Vorgang von außen herbeigeführt wurde (s.o.)).

Und jetzt

habe ich endlich meine Ruhe, wenn ich zu Hause bin,
niemand stept mehr in mein Zimmer um mal schnell den Müll auszuleeren bzw. in den Garten zu gehen bzw. um dies und das und jenes zu bekommen / zu regeln / mich zu informieren bzw. um sich informieren zu lassen (sorry an my family, musste aber auch mal gesagt werden, hoffe ihr versteht das)

Obwohl

Manchmal ist es jetzt sogar zu ruhig

HAHAHA

So

Zum Thema Stuttgart (<--- bitte hier klicken)

Gelesen? Gut!

Ja, jetzt hätten wir beinahe alles abgehakt auf der Liste

Wäre nur noch das Thema zukünftige Aktualisierung des Blogs

Also

Ich hoffe bis Mitte – Ende April einen eigenen, richtigen Internetzugang zu haben, um hier „richtig heftig durchzustarten“, aber bis dahin ist es so, dass ich mich nur sporadisch zu Wort melden kann, sei es über Internetcafe, Freunde und/oder Stadtbücherei.

Aber ihr, meine sehr geschätzten Leser, könnt euch schon mal bereitmachen

für

einen Tsunami

an verrückten, chaotischen, stupiden und genialen Texten

hier zu lesen unter chaggy82.blogger.de

spätestens ab Mai 2008.

Fin

P.S.

Danke an:

Paolo & seine Fam, den Wikingerfürsten, das Zwitscher-Zwitscher Team, den Plebejer mit dem Bölkstoff, den Kursbesten der Gelbfüßler, an das Pfortenteam des Irrenhauses, an die Apothekerin und natürlich noch an Brothers und Mum & Reinhard, ihr alle seid die Besten, ohne euch und eure Unterstützung hätte ich das nicht gepackt.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Meine 1ste Liebe 2 – Stuttgarts neuester Bürger
„Chaggy, warum liebst du diese Stadt so sehr?“

Dies ist die Frage, die mir manchmal schon von anderen und von mir selbst des öfteren gestellt wurde.

Auf den ersten Blick spricht ja eigentlich doch ziemlich viel gegen die Stadt der Schwaben, Bausünden & Autos (s.a. meine erste Liebe 1 )

Aber warum liebe ich sie trotzdem und will auch nicht weg in eine andere Großstadt?

Nun ja

Ich war schon in Köln, Frankfurt, Hannover, München & Hamburg unterwegs, habe diese Städte buchstäblich auf den Kopf gestellt, aber keine von diesen konnte mir so ein Feeling geben wie Stuttgart (s.a. meine erste Liebe 1 - ab Mitte bis Ende vom Bericht ).

Und so war es immer mein Traum direkt in Stuttgart zu leben.

Chaggy, du wolltest dich eigentlich erklär….

Jaja dazu komme ich jetzt:

Also Stuttgart…

Dieses Gefühl…Feeling…

Argh

Das ist nicht einfach so in ein paar Worte zu fassen, ich könnte jetzt aber trotzdem mal ein paar Eindrücke anführen:

Also z.B.,

wenn man an einen Wintermorgen kurz nach Sonnenaufgang (Wetter: Trocken, kühl, noch ein bisschen neblig) die Kirchheimer Straße in Sillenbuch von Heumaden kommend Richtung Fernsehturm entlang schlendert und sich dabei vorkommt wie in einen entlegenen Dorf auf einer Hochebene

oder

man mit der Zacke von Degerloch herunterfährt

oder

man am Bismarckturm sitzt, ein Buch liest, kurz eine Pause macht, um eine zu rauchen, dabei ein gutes Lied hört und die herrliche Aussicht genießt

oder

sich in den Wälder rund um die Bärenseen verirrt, ebendort herauskommt und dabei das Gefühl hat, bei einer Szene in einem Karl-Mayroman, der in den Rockys spielt, hineingeraten zu sein

oder

wenn man abends den Jugendlichen beim Skaten vor dem LBBW-Mausoleum am Hauptbahnhof zuschaut, plötzlich die Polizei vorbeikommt, die von einem hysterischen Bankangestellten gerufen wurde, um die ruhestörenden und dazu noch fürs Geschäft nachteiligen Unruhestifter zu verhaften, während ebendiese blitzschnell verschwinden, nehmen die übereifrigen Ordnungshüter den/die unbeteiligten Beobachter der Szene in die Mangel, wollen Papiere sehen und Taschen durchsuchen, aber da sie (natürlich) nichts Belastendes finden, verziehen sie sich schließlich auch und man kann die „abendliche Großstadtstille“ in Ruhe genießen

oder, oder, oder…

Ja, das ist es vielleicht!!!

Dieser Facettenreichtum, diese unglaubliche Vielfalt, die mich immer wieder verblüfft und wo ich feststelle, dass selbst nach 16 Jahren, die ich in Stuttgart verbracht habe, man immer wieder etwas Neues bzw. so bisher noch nicht Wahrgenommenes entdecken kann.

Und jetzt bin ich endlich in Stuttgart angekommen und hoffe dass ich noch einige Jahr(zehnt)e hier verbringen und wohnen kann.

peace

... link (0 Kommentare)   ... comment