Montag, 31. März 2008
Meine 1ste Liebe 2 – Stuttgarts neuester Bürger
„Chaggy, warum liebst du diese Stadt so sehr?“

Dies ist die Frage, die mir manchmal schon von anderen und von mir selbst des öfteren gestellt wurde.

Auf den ersten Blick spricht ja eigentlich doch ziemlich viel gegen die Stadt der Schwaben, Bausünden & Autos (s.a. meine erste Liebe 1 )

Aber warum liebe ich sie trotzdem und will auch nicht weg in eine andere Großstadt?

Nun ja

Ich war schon in Köln, Frankfurt, Hannover, München & Hamburg unterwegs, habe diese Städte buchstäblich auf den Kopf gestellt, aber keine von diesen konnte mir so ein Feeling geben wie Stuttgart (s.a. meine erste Liebe 1 - ab Mitte bis Ende vom Bericht ).

Und so war es immer mein Traum direkt in Stuttgart zu leben.

Chaggy, du wolltest dich eigentlich erklär….

Jaja dazu komme ich jetzt:

Also Stuttgart…

Dieses Gefühl…Feeling…

Argh

Das ist nicht einfach so in ein paar Worte zu fassen, ich könnte jetzt aber trotzdem mal ein paar Eindrücke anführen:

Also z.B.,

wenn man an einen Wintermorgen kurz nach Sonnenaufgang (Wetter: Trocken, kühl, noch ein bisschen neblig) die Kirchheimer Straße in Sillenbuch von Heumaden kommend Richtung Fernsehturm entlang schlendert und sich dabei vorkommt wie in einen entlegenen Dorf auf einer Hochebene

oder

man mit der Zacke von Degerloch herunterfährt

oder

man am Bismarckturm sitzt, ein Buch liest, kurz eine Pause macht, um eine zu rauchen, dabei ein gutes Lied hört und die herrliche Aussicht genießt

oder

sich in den Wälder rund um die Bärenseen verirrt, ebendort herauskommt und dabei das Gefühl hat, bei einer Szene in einem Karl-Mayroman, der in den Rockys spielt, hineingeraten zu sein

oder

wenn man abends den Jugendlichen beim Skaten vor dem LBBW-Mausoleum am Hauptbahnhof zuschaut, plötzlich die Polizei vorbeikommt, die von einem hysterischen Bankangestellten gerufen wurde, um die ruhestörenden und dazu noch fürs Geschäft nachteiligen Unruhestifter zu verhaften, während ebendiese blitzschnell verschwinden, nehmen die übereifrigen Ordnungshüter den/die unbeteiligten Beobachter der Szene in die Mangel, wollen Papiere sehen und Taschen durchsuchen, aber da sie (natürlich) nichts Belastendes finden, verziehen sie sich schließlich auch und man kann die „abendliche Großstadtstille“ in Ruhe genießen

oder, oder, oder…

Ja, das ist es vielleicht!!!

Dieser Facettenreichtum, diese unglaubliche Vielfalt, die mich immer wieder verblüfft und wo ich feststelle, dass selbst nach 16 Jahren, die ich in Stuttgart verbracht habe, man immer wieder etwas Neues bzw. so bisher noch nicht Wahrgenommenes entdecken kann.

Und jetzt bin ich endlich in Stuttgart angekommen und hoffe dass ich noch einige Jahr(zehnt)e hier verbringen und wohnen kann.

peace

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