Freitag, 16. November 2007
Stand Up for your Rights 4 – 09.11. Nachbeben
chaggy82, 19:47h
Wir hatten gestern am 09.11.2007 ein politisches Beben der Stärke 8.2 gehabt, dass unglaubliche Schäden bei den Grundrechten bzw. –freiheiten angerichtet hat. Mal sehen ob dies noch ein mediales Nachbeben der gleichen Stärke nach sich zieht.
Dies war in etwas mein Gedankengang als ich letzten Samstagmorgen mit erfreuter Miene, ob der erwarteten Medienschelte wg. einer bestimmten Bundestagsentscheidung, zum Briefkasten ging, um die Zeitung herauszuziehen.
Leider wurden meine Hoffnungen (mal wieder) enttäuscht.
Stattdessen leuchtete mir als Schlagzeile die Bekanntmachung entgegen, dass Berlin baldmöglichst der Standort eines Nationaldenkmals zur deutschen Wiedervereinigung sein wird.
Na wunderbar
Als hätte man es nötig
1. noch ein Nationaldenkmal zu haben.
Wir haben doch eigentlich schon genug Denkmäler in diesen Landen, die an die „Erfolge“ des deutschen Volkes erinnern.
Aber nein, diese reichen einigen Herrschaften anscheinend nicht aus, wir brauchen noch eins extra.
2. gerade in Berlin dieses Denkmal zu bauen.
Nichts gegen Berlin, aber steht da nicht schon genug herum, was mit der deutschen Geschichte zu tun hat?
Meiner Meinung wäre da Leipzig als Standort geeigneter gewesen, auch weil hier die „dritte deutsche Revolution“ ihren Anfang nahm.
Grgs
Ihr seht schon, ich bin auch darauf hereingefallen.
Man beschließt einfach den Bau eines superdämlichen (und am Ende vermutlich noch scheißhässlichen) Nationaldenkmals und schon hat das gesamte Land nichts Besseres zu tun als darüber zu diskutieren. Die Vorratsdatenspeicherung mit der wieder ein Teil unseres rechtsstaatlichen und demokratischen Gefüges erschüttert wird ist da anscheinend scheißegal.
Den Artikel fand ich dann schließlich auf S.2 ganz unten.
Ebenso einen kleinen schönen Artikel der mir noch mal zusätzlich zu denken gab.
Also
Ihr kennt ja Otto Schilly den eisenharten Verteidiger der inneren Sicherheit und seines Zeichen Ex-Oberschnüffler im Dienste des Vaterlandes.
Und dieser weigert sich nun und beruft sich dabei auf seine Grundrechte Informationen über seine Nebenverdienste raus zugeben, so wie er es laut einer neuen Bundestagsverhaltensregel eigentlich machen sollte.
Lustig oder?
Augerechnet der Typ, der uns jahrelang eingetrichtert hat, dass es „gut“ wäre wenn man einen möglichst transparenten Bürger schafft und dabei unsere Freiheiten immer mehr eingeschränkt hat, ausgerechnet der muckt nun herum und fordert nun das was er allen anderen (nach Möglichkeit) am liebsten verwehrt hätte.
Aber bevor es hier zu populistisch wird, höre ich lieber auf.
Bis densen
Dies war in etwas mein Gedankengang als ich letzten Samstagmorgen mit erfreuter Miene, ob der erwarteten Medienschelte wg. einer bestimmten Bundestagsentscheidung, zum Briefkasten ging, um die Zeitung herauszuziehen.
Leider wurden meine Hoffnungen (mal wieder) enttäuscht.
Stattdessen leuchtete mir als Schlagzeile die Bekanntmachung entgegen, dass Berlin baldmöglichst der Standort eines Nationaldenkmals zur deutschen Wiedervereinigung sein wird.
Na wunderbar
Als hätte man es nötig
1. noch ein Nationaldenkmal zu haben.
Wir haben doch eigentlich schon genug Denkmäler in diesen Landen, die an die „Erfolge“ des deutschen Volkes erinnern.
Aber nein, diese reichen einigen Herrschaften anscheinend nicht aus, wir brauchen noch eins extra.
2. gerade in Berlin dieses Denkmal zu bauen.
Nichts gegen Berlin, aber steht da nicht schon genug herum, was mit der deutschen Geschichte zu tun hat?
Meiner Meinung wäre da Leipzig als Standort geeigneter gewesen, auch weil hier die „dritte deutsche Revolution“ ihren Anfang nahm.
Grgs
Ihr seht schon, ich bin auch darauf hereingefallen.
Man beschließt einfach den Bau eines superdämlichen (und am Ende vermutlich noch scheißhässlichen) Nationaldenkmals und schon hat das gesamte Land nichts Besseres zu tun als darüber zu diskutieren. Die Vorratsdatenspeicherung mit der wieder ein Teil unseres rechtsstaatlichen und demokratischen Gefüges erschüttert wird ist da anscheinend scheißegal.
Den Artikel fand ich dann schließlich auf S.2 ganz unten.
Ebenso einen kleinen schönen Artikel der mir noch mal zusätzlich zu denken gab.
Also
Ihr kennt ja Otto Schilly den eisenharten Verteidiger der inneren Sicherheit und seines Zeichen Ex-Oberschnüffler im Dienste des Vaterlandes.
Und dieser weigert sich nun und beruft sich dabei auf seine Grundrechte Informationen über seine Nebenverdienste raus zugeben, so wie er es laut einer neuen Bundestagsverhaltensregel eigentlich machen sollte.
Lustig oder?
Augerechnet der Typ, der uns jahrelang eingetrichtert hat, dass es „gut“ wäre wenn man einen möglichst transparenten Bürger schafft und dabei unsere Freiheiten immer mehr eingeschränkt hat, ausgerechnet der muckt nun herum und fordert nun das was er allen anderen (nach Möglichkeit) am liebsten verwehrt hätte.
Aber bevor es hier zu populistisch wird, höre ich lieber auf.
Bis densen
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