Samstag, 25. August 2007
The Pulse 7 – Welcome to the DMZ 2
Häh schon wieder zurück in der DMZ?

Jah Man, ich liebe diese Serie und komme einfach nicht vom Thema DMZ los.

Ich werde unter dem „Label“ Welcome to the DMZ künftig immer wieder mal ein paar Sachen zur DMZ schreiben.

Jetzt aber erstmal Vorhang auf für „Grandfather“ Wilson, der bei der Charakterbesprechung in Welcome to the DMZ 1 ein wenig untergegangen ist.



Fangen wir ganz am Anfang an, der erste Auftritt von Wilson ist in der #7, aber da kennen die beiden (Roth & Wilson)sich, zumindest als Nachbarn, ja schon. Die erste richtige Begegnung der beiden wird leider nie beschrieben, aber man kann sich vorstellen, dass die beiden sich im Flur begegnet sind. Dabei dachte Roth wahrscheinlich nur: „Was ist das denn fürn komischer alter Kauz“. Während sich Wilson wahrscheinlich schon damals vorgenommen hat, etwas mehr über dieses Greenhorn mit der Kamera herauszufinden. Danach müsste es eigentlich zu weiteren Begegnungen gekommen sein, weil Matty sich auf der Suche nach technischer Unterstützung sofort an seinen Nachbarn wendet. (s. DMZ #7). Dies ist insofern nicht weiter verwunderlich, da in der DMZ die Leute zusammenhalten müssen um zu überleben, gut-nachbarschaftliche Beziehungen sind notwendig zum gegenseitigen Schutz, außerdem werden viele Geschäfte über Tauschhandel erledigt, z.T. auch einfach mit einem Nachbarn, könnte gut sein dass Matty bei einer solchen Gelegenheit festgestellt hat, dass Wilson über technisches Know-How verfügt, es könnte allerdings auch sein, dass er entweder auf einer seiner Reportagen etwas in der Richtung aufgeschnappt hat, bzw., dass er , mit seiner Kamera bewaffnet, in Wilsons Wohnung eingedrungen ist, auf der Suche nach einem guten Motiv.
Als Wilson jedoch zum ersten Mal in #7 die Bühne betritt, hält man ihn für einen etwas verschrobenen, alten Kauz, der in Bezug auf das Problem einer Verwanzung der neuen technischen Ausrüstung & Medikamente von Matty übertrieben paranoid reagiert.
Später, nach dem Gespräch auf dem Dach in der #8, könnte man Wilson sogar für einen Meister Yoda Verschnitt halten, aber dass der alte Kauz auch eine dunkle Seite hat, beginnt man spätestens ab der #9 zu ahnen, als Roth überraschend von einer Gruppe Chinesen gerettet wird. Diese stellen sich, auf Rückfrage, als Enkel von Wilson vor. In der darauf folgenden Unterhaltung in Wilsons Wohnung, stellt sich heraus, dass hinter der Maske des alten, weisen & etwas verschrobenen Kauzes ein gerissener Stratege verbirgt.
In der #13 erfährt man schließlich, dass Roth inzwischen hinter das „Geheimnis“ von Wilson gekommen ist. („I felt like an idiot for not realizing it sooner. Wilson’s totally a crime boss. His “grandsons” is his private army”).
Warum allerdings Wilson ein solches Interesse an Matty hat, bleibt (erst einmal) unbeantwortet. Vermutlich hat er erkannt, dass Roth eine wichtige Figur im „Spiel“ um New York ist (in der #8 hat er diesen Gedanken im Gespräch auf dem Dach jedenfalls erwähnt) und dass er ihn einigermaßen unter Kontrolle halten will, deswegen auch die Umquartierung nach Chinatown.
Wenn man den Chara Wilson allerdings etwas positiver beurteilen will, kann man auch sagen dass er Roth vielleicht doch ein wenig ins Herz geschlossen hat.

Weitere Enthüllungen über den „Grandfather“ der DMZ werden ganz sicher noch folgen, spätestens in der #25 sollte das der Fall sein, da Wilson dort die Hauptrolle spielen soll.

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Zitate:

Aus #7

„Matty ? Next Door Matty?“ (Reaktion auf Klopfen von Roth in der # 7)

„That’s for sure. Phone get stolen, Laptop get left at home. Medicine--you sure to take, right? Stick in your guts, stay there for a long time. Always with you. They find you anytime.” (ein “kleines” bißchen paranoid?!)

Aus #8

Wilson: “Is Viktor Ferguson worth it? Somehow I don’t think so.”
Roth: “I don’t know. I guess he’s a symbol. The symbol is worth it? Maybe. He’s kind of an asshole, but he’s like this icon. I watched him when I was a kid. I have a hard time thinking they’re just gonna sacrifice him.”
Wilson: “Heh…Symbol…You’re the symbol now.”

Aus #9

“Hmf. I told you before, Matty you’re the symbol here. Viktor’s old news.”

Roth: “Jesus Wilson, how many grandsons do you have?”
Wilson:”Heh”

Aus #20:

“Chill, Chill. Matty’s a Friend. And it’s his job to ask questions. My Grandson is right, Matty. This war? Not our war!”

“Hey Matty look! Wilson--future king of New York! Haw!”

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Welcome to the DMZ – The Pulse 6


DMZ

Autor: Brian Wood, talentierter Jungautor, der schon vorher ähnliche Sachen wie DMZ gemacht hat (Demo,Local) , DMZ ist seine erste „Ongoing“ auf nem Major Verlag. Bereitet gerade weitere Serie auf Vertigo vor ( Northlanders – Preview auf Newsarama.com )

Zeichner: Riccardo Burchielli, DMZ ist Debüt auf amerikanischen Markt.

Erschienen 2005
Verlag: Vertigo / DC Comics



Personen der Handlung:



Matthew „Matty“ Roth
Beruf: Fotojournalist (zuerst angestellt bei Liberty News, später freischaffender Journalist)
Wohnort: DMZ,NY – Stuvy Town, später Downtown
Info:
s.a. The Pulse 01



Zee Hernadez
Beruf: Krankenschwester
Wohnort: DMZ – Lower East Side
Info:
Als der Krieg ausbricht sieht sich die junge Zee Hernadez plötzlich zwischen den Fronten gefangen. Weil sie ihren Beruf als Krankenschwester mit wahrer Leidenschaft ausübt, will sie die Stadt nicht verlassen, da sie annimmt, dass die Evakuierung nicht vollständig umgesetzt werden kann und viele Menschen im Chaos zurückgelassen werden bzw. die Stadt nicht mehr rechtzeitig verlassen können oder es auch gar nicht erst wollen. Ihre Sorge ist nun, dass für die medizinische Versorgung nicht mehr gewährleistet ist. Sie bleibt also freiwillig in der Stadt um wenigstens eine gewisse medizinische Grundversorgung zu bieten. Um dies machen zu können, schreckt sie mitunter auch vor Diebstahl nicht zurück. Aber sie hat im Grunde ein gutes Herz und so hilft sie Matty nach dem Absturz sich in der DMZ zurechtzufinden. Zwar verkracht sie sich zwischenzeitlich einmal mit ihm, aber im Endeffekt weiß dieser dass er immer auf Zee im Notfall zählen kann.



„Grandpa“ Wilson
Beruf: „Großvater“
Wohnort: DMZ, Stuvy Town
Info:
-Nachbar von Matty
-hilft ihm immer mal wieder aus der Patsche, bzw. sorgt dafür dass seine Enkel ein Auge auf Matty haben
-Familienoberhaupt
-siehe auch Welcome to the DMZ 2



Jamal Green
Alter: 23
Beruf: Ingenieur bzw. Bauingenieur in Ausbildung
Info:
-Anführer einer Crew aus Bauarbeitern, Architekten & Ingenieuren
-versucht die Staumauern am Hudson River zu reparieren, die langsam brüchig werden
-guter Freund von Zee



Kelly Connoly
Beruf: Journalistin (bei IWN)
Wohnort: Kanada
Info:
-Mitstreiter/Konkurrentin von Matty
-Kontakt zu IWN
-Liaison



Eve Lindon
Beruf: Soldat
Info:
-„High-School Hottie“
-datete Mike Ferries (Bruder von Mattys Kumpel)
-Verbindungsmann/frau zu Liberty News



Viktor Ferguson
Beruf: Journalist
Info:
-Kriegsjournalist, berichtet vor allem aus Krisengebieten
-angestellt bei Liberty News
-Nobelpreisgewinner
-als er in die DMZ einreisen wollte, wurde sein Hubschrauber abgeschossen ( für weiteres lies DMZ – Body of a Journalist)



Stevens
Beruf: Soldat
Wohnort: Yankton, South Dakota (bei Ausbruch des Krieges)
Info:
Als der Krieg begann, lebte Stevens (ein Durchschnittslandei) im Herzen der Free-States Bewegung. Hatte jedoch das Pech eingezogen zu werden, sein Weg führte ihn schließlich nach Manhattan. Als er dort während einer Demonstration, nur Befehlen folgend, das Feuer eröffnet, löst er das so genannte DAY 204-Massaker aus. Natürlich versuchten die oberen Chargen Stevens die ganze Sache in die Schuhe zu schieben.
Sein Prozess ist das Thema vom Story Arc „Friendly Fire“.



Firmen:

Trustwell Corp. :
Trustwell ist eine Firma, die vom Krieg profitiert (diesen manchmal zusätzlich auslöst bzw. anheizt).
Trustwell übernimmt:
1. die Logistik hinter den Fronten
2. die Aufträge für den Wiederaufbau
Hat anscheinend gute Verbindungen zu U.S. Regierung & Militär
(Vorbild für Trustwell ist wohl Haliburton das ganz ähnlich vorgeht)

Liberty News:
Patriotischer Sender mit engen Bindungen zu U.S. Militär & Regierung, lässt sich als Propagandainstrument dieser missbrauchen. Mattys Vater ist ein hohes Tier bei Liberty und verschafft Matty dadurch seinen Assistenzjob bei Ferguson.

IWN:
Unabhäniges Sendenetzwerk, das in Kanada beheimatet ist.
Nimmt im Gegensatz zu Liberty News eine etwas kritischere Stellung zum US Militär ein.
Matty arbeitet später hin & wieder für IWN



Seiten:

USA (Patrioten):
Die USA wie man sie kennt & liebt. Arrogant, konservativ, patriotisch. Die USA der Zukunft scheint zwar (noch) demokratisch zu sein, wird aber (noch stärker als jetzt) vom Militär beherrscht. Reißt sich aber dadurch nur noch stärker in den Abgrund.

Free States:
Entstanden in den agrarisch geprägten „mittleren“ Staaten, sind die Free States eigentlich eine Protestbewegung, die vor allem die Rückkehr zu den „amerikanischen Werten“ propagieren und die Rückholung der Soldaten aus Übersee sich auf ihre Fahnen geschrieben hat.

DMZ:
Manhattan war schon immer eine linksliberale Insel innerhalb der USA, durch die Einrichtung der DMZw urde dies, genau wie die übrigen Marotten der Bewohner, noch verstärkt.
Durch die Abschottung von außen wurden die Einwohner gezwungen andere Wege zu gehen, um zu überleben. Mitunter erinnert die DMZ an Hausbesetzungsprojekte früherer Jahrzehnte, nur dass in diesen Fall eine ganze Stadt davon betroffen ist.

Aufgliederung der Serie:

#1 - #3 On The Ground
#4 Ghosts
#5 Crosstown
#6 - #10 Body Of A Journalist
#11 Zee, NY
#12 DMZ, New York Times
#13 - #17 Public Works
#18 - #22 Friendly Fire

Trade paperback Veröffentlichung:

Auf Englisch:

DMZ vol.1 – On The Ground (enthält #1 - #5)
DMZ vol.2 – Body Of A Journalist (enthält #6 - #12)

Auf Deutsch:

DMZ 1 – Abgestürzt (enthält #1 - #5)

Zukunft:

In #23 fängt ein neuer Storybogen an der sich mit dem „hidden war“ beschäftigt.
Anscheinend ist auch ohne die ständige Einmischung von Free States bzw. Patrioten nicht alles Friede, Freude, Eierkuchen in der DMZ. Matty ermittelt mal wieder wild drauf los und sieht sich bald mit einer persönlichen Hinterlassenschaft aus „Public Works“ konfrontiert: Amina ist back on the stage.
In der #25 ist dann ein Mann Thema, der mich eigentlich vom Start weg fasziniert hat: Grandfather Wilson.

Am 5. September kommt denn auch DMZ vol.3 aufn Markt, enthält wohl Public Works
Am 12. Dezember ist GANZ WICHTIGER Termin für deutsche Comicfans, kommt nämlich DMZ 2 raus.

Zum Abschluss noch n paar Wallpaper:

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So des wars denn, hoffe ihr hattet euren Spass.

fin

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Freitag, 24. August 2007
The Pulse 5 – The Brave & The Bold „Lords of Luck“
Titel: The Brave & The Bold „Lords of Luck“

Autor: Mark Waid
Zeichner: George Perez
Verlag: DC Comics
#1 - #6 im Handel erhältlich
Tradepaperback „The Brave & The Bold“ – „Lords Of Luck“ erscheint am 05.12.2007



Kurze Einführung:

“The Brave & The Bold” (kurz B&B) war im Silver Age eine recht erfolgreiche Comicreihe, in der zwei verschiedene Helden miteinander teamupten, dies war damals etwas vollkommen neues und führte zu den verschiedensten Konstellationen und in gewisser Weise zu einer Vereinheitlichung des DC-Universums. Leider war es jedoch meistens so, dass einer von beiden Batman war (ähnlich wie beim Marvel Gegenstück „Marvel Team-Up“, das vom „Ding“ der Fantastic Four dominiert wurde). Nach einiger Zeit ging den Lesern das ständige Batman & Co-Held Szenario ziemlich auf den Keks und die Serie wurde eingestellt.
Anfang 2007 kramte DC dann die alte Idee wieder aus der Kiste und die Serie wurde neu gestartet. (#1 natürlich gleich mit der „klassischen“ Besetzung Batman & Green Lantern)

Als Hal Jordan (Green Lantern (Kurzform GL)) mal wieder von einem seiner Einsätze im All zur Erde zurückkehrt, findet er dort, im Orbit kreisend, eine Leiche vor. Um Rat suchend, wendet er sich natürlich an den besten Detektiv der Welt, Batman. Der hat allerdings in seiner Bathöhle auch eine Leiche mit genau derselben DNS vorgefunden.
Wie zu erwarten, lösen die beiden das Rätsel um die Leichen und stoßen dabei auf ein mächtiges Artefakt, das so genannte „Book of Destiny“. Als sie es sicherstellen wollen, kommen ihnen zwei Aliens in die Quere, die mit einer mächtigen Waffe, dem „Haruspex“, ausgerüstet sind. Auf der darauf folgenden Jagd nach den Aliens, der Waffe und dem Buch trennen sich ihre Wege.
Der eine (GL) verfolgt die Spur des Buches in den Weltraum, seine Suche führt ihn schließlich, auf die vom Krieg verwüstete Welt Rann. Der andere (Batman) reist nach einem kurzen Zwischenstopp in El Paso, Texas, sogar durch die Zeit bis ins 31. Jahrhundert, um den Haruspex sicherzustellen. Dort angekommen muss er sich, genauso wie GL auf Rann, den Drahtziehern hinter dem ganzen Chaos den „Lords of Luck“ stellen.
Mit von der Partie bei dieser Achterbahnfahrt durch Raum & Zeit sind Lobo, Supergirl, Adam Strange, Blue Beetle, die Legion of Super-Heroes und die Challengers of the Unknown.

Fazit:
Positiv zu vermerken sind natürlich die Zeichnungen von Perez, der in diesen Werk, so wie schon seit inzwischen über 20 Jahren, wieder einmal hervorragende Arbeit abliefert. Die Hefte #1-4 sind denn auch gut geschrieben, zwar etwas kurzweilig, aber dafür auch flüssig herunterzulesen.
Allerdings wiederholt DC in #5 & 6 denselben Fehler, den man schon bei der „Infinite Crisis“ gemacht hat. Soll heißen, man schreibt einen hervorragenden Vorbau (die Countdownserien zur IC waren einfach superspitzenklassegenial) vermasselt aber dann den Abschluss, weil man versucht zuviel Inhalt in zuwenig Hefte zu pressen (genau daran krankte schließlich Infinite Crisis).
Das Ergebnis sieht ähnlich aus wie ein Film im Superschnelldurchlauf, d.h. entweder man verliert schnell den Überblick oder man fühlt sich, selbst wenn man den Durchblick bewahrt, so, als ob man die Hälfte des Geschehens verpassen würde.
Wenn Waid die beiden Handlungsstränge in #5 auseinander genommen hätte, d.h. ein Heft mit Adam Strange, Green Lantern & Supergirl und eines mit Bats & der LSH (bzw. zwischen #4 und #5 ein Heft mit Adam Strange & GL als Team Up rein geschoben hätte), und den Gesamtkomplex der #6 in zwei Heften präsentiert hätte, wären es zwar insgesamt 2 Hefte mehr gewesen, aber das Ergebnis wäre es wert gewesen. So steht man am Ende mit gemischten Gefühlen da, einerseits waren die Hefte 1-4 wirklich sehr gut, aber die #5 & die #6 sind dann doch etwas zu hektisch.
Schade…
Aber die Kabbeleien zwischen Lobo & Supergirl in #3 & 4 sowie der nervöse Übereifer von Jaime Reyes (neuer Blue Beetle), angesichts von Batman (#3), lesen sich doch ganz lustig und lohnen doch einen Blick in die Hefte (bzw. in das bald erscheinende TPB).

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Samstag, 18. August 2007
The Pulse 4 - Teaser

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Donnerstag, 16. August 2007
Batman Year One - The Pulse 3
Titel: Batman Year One
Autor: Frank Miller
Zeichner: David Mazzucchelli



Kurze Einführung:
Bruce Wayne, der als kleiner Junge seine Eltern durch einen Raubmord verlor, kehr nach Gotham zurück, laber di laber di laber, jetzt mal im Ernst wer die Geschichte von Batman nicht kennt, gehört an die Wand gestellt, mit ner Binde um die Augen & ner Zigarette in den Mund ausgestattet, um dann schließlich....

Batman ist vermutlich DIE Sagengestalt des 20. Jahrhunderts, vergleichbar mit den Helden des trojanischen Krieges, König Arthurs Tafelrunde, oder den Gestalten aus der Nibelungensage, wobei ähnlich wie bei Batman unklar ist, ob diese überhaupt existiert haben, aber er wird ähnlich, wie diese den Menschen im Gedächntnis erhalten bleiben (genauso wie einige seiner bekannteren Superheldenkollegen).
Deswegen verzichte ich jetzt auch auf eine Einführung der Hauptperson und richte meinen Fokus eher auf den Co-Star.

Die "Nebenperson": James "Jim" Worthington Gordon
Detective Gordon wurde von Chicago nach Gotham versetzt & zwar weil er wegen einer Korruptionsaffäre dort untragbar wurde ( er hat einen Kollegen verpfiffen ).
Allerdings kommt er damit vom Regen in die Traufe, denn wo er schon in Chicago Probleme mit korrupten Kollegen hatte, stellt sich heraus, dass eigentlich beinahe das gesamte GCPD ( Gotham City Police Department ) im Korruptionssumpf erstickt. Angefangen beim Commissioner oben bis zum kleinen Streifenbeamten ganz unten, hält beinah jeder die Hand auf & drückt dafür gerne mal ein Auge zu. Gordon jedoch versucht den Kampf gegen die Korruption aufzunehmen, dass das nicht leicht wird, merkt er spätestens, als er von Kollegen zusammengeschlagen wird, von diesen Rückschlag läßt er sich aber nicht entmutigen.
Als dann aber plötzlich ein maskierter Vigilant auftaucht wird die ganze Sache richtig kompliziert, denn auf der einen Seite ist dieser zwar erfolgreich im Kampf gegen das Verbrechen, er zeigt aber damit auch auf dass das Rechtssystems Gothams nicht mehr funktioniert, auf der anderen Seite aber er bietet sich auch als potienteller Verbündeter im Kampf gegen den korrupten Commissioner an.

Fazit:
Wer Batman ( Bruce Wayne ) ist & wieso er zu dem geworden ist, was er ist, ist eigentlich hinlänglich bekannt, warum sollte man also Year 1 lesen ?
Vor allem wegen der von dem Autorenteam erzeugten Atmossphäre, sie haben es geschafft den Mythos Gotham einzufangen und auf den Seiten des Comics zu präsentieren, man sieht ganz gut wie verdorben die Stadt ist, aber auch manchmal warum es einigen ihrer Bewohner es sich wert sind, um sie zu kämpfen.
Dass der Fokus der Geschichte nicht nur ganz allein auf Batman gerichtet ist, sonder dazu parallel auf Det. Gordon ist dem nur förderlich.
Hier wurde einer Figur, die man ansonsten nur als "Laufbursche" von Batman sah, endlich die ihr würdige Tiefe verliehen.
Von Bats kann man sogar das gleiche behaupten, auch weil er hier ( da er noch ganz am Anfang seiner Laufbahn steht ) nicht so sehr als perfekter "Übermensch" rüberkommt.
Für Leute, die sich für den Hintergrund und die "Origin" von Batman interessieren, ist diese Graphic-Novel unbedingt zu empfehlen.



(Kleine Anmerkung & Ankündigung : Wer, so wie ich gut auf Batman mal verzichten kann, aber trotzdem ganz gerne Geschichten, die in Gotham spielen, lesen will, sollte sich Gotham Central reinziehen, Bericht folgt noch).

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Samstag, 11. August 2007
Wolverine Civil War TPB - The Pulse 02
Titel: Wolverine Civil War TPB ( beinhaltet Wolverine #42 - 48 )
Autor: Marc Guggenheim
Zeichner: Humberto Ramos



Kurze Einführung:
Als das als "Stamford-Disaster" inzwischen bekannte Unglück über das Marveluniversum hereinbricht, ist Wolverine gerade wieder einmal knapp den Tod entronnen, der ihm in Form eines Flugzeugabsturzes aufgelauert hatte. Nichtsdestotrotz schließt sich Logan (=Wolverine) den Rettungskräften um den New Avengers & anderen Superhelden an. Er erlebt die Distanzierung der "normalen Mitbürger", als er ziemlich rüde aus seiner Lieblingssushibar rausgeschmissen wird. Frustriert von diesen Erlebnis & der Untätigkeit gegenüber Nitro, der die Katastrophe verursacht hat, entschließt er sich dazu, den Warnungen Tony Starks (Iron Man) zum Trotz, Nitro persönlich nachzujagen.
Als Logan Nitro schließlich aufspürt, wird offenbar, dass noch andere Mächte an Nitro Interesse haben, die einen wollen sich rächen & die anderen Nitro loswerden. Um beide Parteien kümmert sich Wolverine auf seine unnachahmliche Art & Weise. Dabei zeigt sich, dass auch einige, die eigentlich auf seiner Seite stehen sollten, kein Interesse daran haben, dass die Wahrheit hinter der Stamfordkatastrophe ans Licht kommt.

Fazit:
Zwei Gründe sind hauptausschlaggebend wieso man sich dieses Tradepaperback (=TPB) unbedingt kaufen sollte.
Der eine wäre der Zeichenstil von Ramos ( bekannt hierzulande vor allem aus Crimson & Out There ). Sein eher eckig-kantiger & mangaartiger Zeichenstil passt einfach hervorragend zu Wolverine.
Zweitens bekommt man hier auch endlich mal den wahren Grund für den Civil War geliefert, der in dem nie endenden Hunger nach Profit eines Unternehmens (bzw. seines CEOs) liegt. Dieses (bzw. dieser) entfacht Kämpfe & Konflikte, um aus diesen selbst bzw. aus dem Wiederaufbau hinterher Kapital zu machen.

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Donnerstag, 2. August 2007
The Pulse 1
DMZ

Autor: Brian Wood
Zeichner : Riccardo Burchielli

Kurze Einführung:
DMZ spielt in einer gar nicht so fernen Zukunft, in der in den USA ein 2. Bürgerkrieg ausgebrochen ist, wobei die eine Seite von der Regierung der Vereinigten Staaten besetzt ist und die andere von einer Rebellen- und Partisanenbewegung namens „Free States“, die von Montana ausgehend eine Ortschaft nach der anderen „infiziert“ hat. „Infiziert“ deswegen, weil sich die „Free States“ eher als politische Bewegung und nicht als geographische Militärmacht ansieht. Als schließlich die Regierung der USA versucht militärisch einzugreifen, ist es zu spät, die „Free States“ haben schon mehrere Städte unter ihre Kontrolle gebracht. Um unnötiges Blutvergießen zu vermeiden, vereinbaren beide Seiten einen Waffenstillstand, in diesen wird unter anderem festgelegt, dass die „Free States“ New York City verlassen und Manhattan eine nichtmilitärische Zone wird (De-Military Zone = DMZ).

Die Hauptfigur ist Matthew Roth, ein junger Fotograf, der durch die Beziehungen seines Vaters mit dem Militär und dem Sender Liberty News, der Fotoassistent des hochdekorierten Kriegsjournalisten Viktor Ferguson wird.
Dieser plant einen Bericht aus dem abgeriegelten Manhattan, das mittlerweile im Sprachjargon vorwiegend DMZ genannt wird. Jedoch endet der Flug nach Manhattan hinein nicht so wie geplant.

Gerettet von der jungen Krankenschwester Zee Hernandez, muss Matty Roth feststellen, dass beinahe alles was die „Welt draußen„ , glaubt über die DMZ zu wissen falsch ist. Kurz entschlossen packt sich Matty seine Kamera und die übrig gebliebene Ausrüstung und berichtet selbst aus der autonomen Stadt Manhattan, DMZ.

Fazit:
Wer politische Comics im Stile von V wie Vendetta, Watchmen oder den politischen Hintergrund von Marvels Civil War mag, der ist bei DMZ genau richtig.
-„Staats“politisch – Regierung vs. Rebellen , DMZ als neues politisches Gemeinwesen
- wirtschaftspolitisch – Kriegsgewinnler Trustwell Inc.
- medienpolitisch – Propagandasender Liberty News

Brian Wodd macht ein sehr gutes „Character-Writing“, d.h. dass jedes Mal wenn eine Person ins unmittelbare Spotlight gerät, diese von dem Autor sehr viel Tiefe verliehen wird ( z.B. Rebellenanführer 1. mal vorgestellt könnte er direkt der Michigan Miliz aus dem Film Bowling for Columbine entsprungen sein, die Entwicklung läuft weiter, er wird zum sympathischen Redneck, der das alles aus Vaterlandsliebe macht, schließlich ein Knick , der Bastard würde beinahe alles tun um „seinen“ Krieg zu gewinnen. Und so ist dass bei allen Charakteren, kommen sie beim ersten Kontakt noch etwas flach und schablonenhaft daher, so gewinnen sie häufig mit der Zeit Schärfe und Tiefe.

Was aber an DMZ mit am meisten besticht, ist vor allem wie die Einwohner der DMZ mit ihren Schicksal umgehen, mitten im Niemandsland, bedroht von zwei sich feindlich gegenüberstehenden Blöcken, zu leben.

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